Warum ein Besuch auf der Biermeile Pflicht ist!

Am vergangenen Wochenende wurde zum 21. Mal der längste Biergarten der Welt in Berlin aufgebaut. Die Biermeile (bzw. offiziell das Internationale Berliner Bierfestival) genießt zu Unrecht teilweise noch immmer einen schlechten Ruf. Während hier vor 10 Jahren auf einer sehr deutschen, sehr weißen Veranstaltung organisierte Nazis Met tranken und die Thor Steinar-Quote zweistellig war, flanieren 2017 auf Berlins inzwischen zweifelsfrei bestem Volksfest Menschen jeder Hautfarbe, sexueller Neigung und aus jedem sozialem Milieu über die Karl-Marx-Allee und genießen das Ergebnis deutscher und internationaler Braukunst. Fabian Kunow und Jonas Gempp waren als Besucher vor Ort und wissen fast nur Gutes zu berichten:

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Politik

Dank der VICE lernen wir ENDLICH den voll netten AfD-Lehrer von nebenan kennen!

Bei der Vice menschelt es aktuell ganz gewaltig! Während Neonazis in Themar zu Hunderten abheilen, linke Treffpunkte bundesweit von der Schließung bedroht sind, widmet man sich in der Berliner Redaktion den wichtigen Themen, ohne die menschliche Komponente zu vernachlässigen. Denn endlich lernen wir Götz Frömmig, den voll netten Lehrer und AfD-Bundestagskandidat von nebenan mal etwas genauer kennen. Christina Hertel ist gerade von der Freizeit-Revue-Homestory-Redaktion abgeworben worden und verzaubert uns mit einem tollen Porträt des Sympathieträgers:

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Politik

Zur Verteidigung des bewussten Konsumenten und „der Antifa“ oder soll faschistische Propaganda etwa folgenlos sein?

Regelmässig ist zu lesen, dass es dem stationären Buchhandel schlecht geht. E-Books, Internethandel, das schwindende Interesse an Literatur bei jungen Leuten und vor allem Amazon lassen einen Buchladen nach dem nächsten verschwinden. Im sich durchgentrifizierenden Nordneukölln lässt sich aber eine gegenläufige Entwicklung beobachten. Hier entstanden in den letzten Jahren etliche kleine neue Buchläden und manchmal wird ein ambitioniertes Buchangebot im Schaufenster feilgeboten. Dem vielsprachigen Kiez entsprechend, kann man Autorinnen wie Laurie Penny und Angela Nagle oder Autoren wie Didier Eribon und Zygmunt Baumann in der Orginalsprache lesen. Nun muss einer dieser Buchläden aus ökonomischen Gründen – so schreibt es einer der Betreiber des Topics Berlin in einem längerem Statement auf Facebook – schließen und das bürgerliche Feuilleton läuft Amok.

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Politik

Und so präsentieren sich die Nazibesucher vom Rock gegen Überfremdung bei Instagram

Im beschaulichen Themar, einer Kleinstadt in Thüringen, hat am vergangenen Wochenende eines der größten Rechtsrock-Konzerte Deutschlands stattgefunden. Rund 6000 Besucher und 1000 Polizisten kamen zusammen, um u.a. Stahlgewitter, der Lunikoff Verschwörung und Sleipnir zu lauschen. Diese Bands sind dem eher menschenfeindlichen bis faschistischen Spektrum zuzurechnen und haben in der Vergangenheit immer wieder zur Jagd auf Migranten, Schwule, Andere aufgerufen. Auch die Verharmlosung des Holocausts gehört zum Standardrepertoire, daher sind einige der Songs in Deutschland verboten. Während des Konzerts kam es dann auch zu „Frei! Sozial! Und National!“-Sprechchören, es wurde eifrig abgeheilt und zu später Stunde gemeinsam „Heil Hitler“ gebrüllt.

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Politik

Die FAZ über G20 – Fakenews für die radikale Mitte

Auf das Ereignis folgt die Einordnung, das ist auch im Nachgang des G20-Gipfels so. Vor allem die Ausschreitungen lassen den deutschen Bürger und große Teile der Medien schäumen. Von Bürgerkriegsverhältnissen über „Reichskristallnacht“-Vergleiche bis zum Holocaust reicht die Palette, besonders die FAZ hat sich in ihrer Berichterstattung mit extra alarmistischen Schoten hervorgetan, das absolute Highlight ist aber der Artikel Wer in Hamburg wirklich versagt hat von Mathias Müller von Blumencron, dem „Chefredakteur digitale Produkte“. Was dessen Expertise bei der Einordnung des G20 und den Protesten ist, bleibt unklar, aber vielleicht ist sein Name bei der Redaktionskonferenz im Rahmen der Kommentartombola gezogen worden und da hat er einfach mal ganz viele Sachen, die völliger Quatsch sind runtergeschrieben. Hier sind beispielhaft die ersten Sätze seziert, der Text geht auf diesem Niveau immer so weiter bis er in der obligatorischen Links-Rechts-Gleichsetzerei in Kombination mit der unvermeidlichen Pathologisierung endet: „Wer so redet, ist mit Argumenten für die gegenwärtige Verfasstheit der westlichen Welt nicht mehr zu erreichen.“
Journalistisch bewegt sich dieser Kommentar schon fast auf dem Niveau von Fakenews, die empörungsgeleitete Boulevardisierung von Ereignissen ist offenbar endgültig bei der FAZ angekommen:

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DIESDAS

Früher war vielleicht doch einiges besser oder warum Leipzig nicht das neue Berlin ist

Es ist müßig bis öde sich als mittelalter Mensch an eine zurückliegende Zeit zu erinnern und das verklärte Früher mit dem Heute abzugleichen, nur um dann zu dem Schluss zu kommen, dass damals alles besser war. Vor allem „niemand bei Verstand“ tut das, wie die neoliberale „Urbanistin“ Ulrike Heringer erkannt zu haben meint. Schon als ich 2002 zum Studieren nach Berlin gezogen war, haben mich Menschen, die bereits fünf bis zehn Jahre im dortigen Nachtleben unterwegs gewesen waren, immer hart genervt mit ihrem Gerede davon, wie gut doch alles mal war – früher. Vor allem retrospektiv betrachtet kann man ihre Worte als völligen Unsinn entlarven, denn zu dieser Zeit begann in Berlin nicht weniger als die Renaissance der heute omnipräsenten, damals bis auf Ausnahmen eher verpönten Techno- und Clubkultur, die sich aktuell in der komplett durchkapitalisierten Form als EDM bezeichnet und elektronische Tanzmusik meint. Wie auch immer: Eine Wiedergeburt ist am End fast so gut wie eine Geburt und hundert Mal besser als die Zeit dazwischen.

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DIESDAS  Politik

So war es auf der Friedenskonferenz der Guerilla FARC in Kolumbien

Der 2. Oktober 2016 sollte in Kolumbien eigentlich ein historisches Datum werden. An diesem Tag fand ein landesweites Referendum über das Friedensabkommen mit der Guerillagruppe FARC statt. Doch dazu kam es nicht, denn es wurden mehr NEIN-Stimmen abgegeben. Damit hatte die FARC nicht gerechnet: Eine Woche vorher veranstaltete die älteste Guerilla Lateinamerikas in ihrem Kernland, den Llanos de Yarí tief im kolumbianischen Amazonas-Dschungel, ihre erste öffentliche Konferenz. Unser Autor Stefan Krauth war dabei.

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Politik

Der 1. Mai in Kreuzberg war ein Elend, Zeit mal Pause zu machen und sich neu zu erfinden!

Einen Tag vor dem 1. Mai hatte ich mittags noch beim ehrenhaften Pufferimbiss am Hermannplatz einen Eierpfannekuchen gegessen und war dabei mit einem älteren Herren aus dem Kiez ins Gespräch gekommen, der meiner Einschätzung nach, weder mit linker Politik noch mit der Gewinnerseite des Neoliberalismus‘ sonderlich viel zu tun hat. Nachdem wir uns gemeinsam über die Preise auf den Maientagen (Karussellfahrt 4 Euro) aufgeregt und die Wetteraussichten (schlecht) durchgekaut hatten, kam er kurz und knackig auf die Historie des folgenden Kreuzberger Feiertags zu sprechen: 

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Kunst  Politik

Hört zu, wenn der Bürgermeister der Kunst predigt!

Am 28.1. fand der dritte Teil unserer Reihe Berlin Rebel City in Form der Ausstellung „Belong Anywhere“ statt. In einer angeblichen AirBnB-Wohnung haben wir Kunst gezeigt. Anschließend ging es mit dem UBER-Bus ins Acud macht neu, wo die Aftershow-Party stattfand. Dort hielt Florian Hesselbarth eine packende Rede, die für viel Applaus oder pikierte Blicke sorgte. Der Bürgermeister der Kunst sprach die heißen Eisen an. Das Highlight des Abends wollen wir Euch nicht vorenthalten:

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Politik

Fremdscham Galore: Shahak Shapira hat Kollegahs offenem Antisemitismus nichts entgegenzusetzen

Wütender werden wir heute nicht. Zwei medienerfahrene Autoren lassen sich auf Initiative von Jan Böhmermann im stinkenden Backstage des Tempodroms auf klapprige Stühle setzen und erklären erst mal ohne Sinn vor Kollegahs Kamera, dass der Rapper kein Antisemit ist und die Schuld für dieses „Missverständnis“ wahrscheinlich beim Zentralrat der Juden liegt. Sie stottern rum bzw. reagieren einfach gar nicht auf Aussagen wie „Die einzige Ethnie die sich immer in diese Opferrolle setzt, seid ihr!“ oder sie lassen sich von Kolle erklären, dass sein Rap ja eine Kunstform sein muss, weil auch Studenten seine Mucke hören. (Geiles Argument!) Kat Kaufmann hat die Doku, um die es in der Diskussion gehen soll, nicht gesehen und Shahak Shapira schwimmt schwammig herum, meilenweit entfernt von der Form, die er in seinen Texten manchmal durchblicken lässt. Man weiss auch gar nicht was man beschissener findet: Kollegahs Geschwätz über „Juden und Ethnien“ oder die dümmlichen Versuche von Shapira Rap zu diskreditieren. Mediatoren sind 5-6 Pumper aus dem Hause Kollegah und ein Typ namens Ali As der sich als IQ-Rassist bezeichnet und glücklicherweise selten ausreden darf. Wir haben das Ganze dann auch nur 15 Minuten ausgehalten:

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DIESDAS

BLOB, die Webserie – Ab 22. Februar bei HATE

Wir freuen uns Euch ab dem 22. Februar alle 14 Tage BLOB zu zeigen! Die Sci-Fi Webserie von Alexander Nowak ist angelehnt an The Blob von 1958 bzw. das Remake von 1988. Darin landet eine gallertartige Substanz aus dem All durch einen Meteroiteneinschlag auf unserem Planeten und schleimt im Sinne des eigenen Wachstum alles in sich rein. In der 2017er Version von BLOB erreicht ein Fischer, auf der Suche nach den Gründen für das plötzliche Verschwinden seines Heimatplanetens, seiner Freunde und Familie, aus einer anderen Galaxie die Erde. Begleitet wird er von einem Hamster, der das Raumschiff als Navigator steuert. Zur gleichen Zeit hat sich dunkle Materie auf der Rückbank eines Twingos in Form zweier seltsamen Kreaturen materialisiert. Sie haben den gemeinen Plan, die Zerstörung des Universums zu vollenden. Die Rahmenhandlung wird immer mal wieder von unterschiedlichen Nebensträngen unterbrochen, so taucht z.B. der Jersey Weather Man auf. Er wohnt in einem Keller und sagt von dort das Wetter für Jersey City voraus. Bis jetzt gibt es sechs Episoden, es könnten aber noch mehr werden.. Hier seht Ihr den Trailer, freut Euch auf die erste Folge:

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Politik

BELONG ANYWHERE

Titelbild: Martin Petersen

WELCOME HOME

Belong anywhere. Die Tagline von AirBnB verspricht, dass dessen Nutzer überall auf der Welt zu Hause sein können. Berlin, Beirut, Beijing: AirBnB-Kunden bereisen diese Städte nicht mehr als Touristen sondern erwerben das Erlebnis des temporären Dazugehörens zu einem Ort. Dabei stellt sich das anywhere zunehmend als global homogenisierter Nicht-Ort dar. Egal wohin man reist, AirBnB war schon da und kodiert die ästhetische Erfahrung urbaner Räume als eine serielle Abfolge gut ausgeleuchtet fotografierter und mit minimalistischen Designklassikern eingerichteter Wohnungen in begehrten Bezirken mit den immer gleichen Craft Beer Pubs und Cold Brew Kaffee-Bars. Midcentury modern, subway tiles, Edison bulbs. Die postindustrielle Stadt romantisiert die Artefakte der industriellen Moderne.

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DIESDAS

Unser Unwort des Jahres: Hatespeech

Bild: Flickr/Foto: K-Screen Shots/Creative Commons/Lizenz: CC BY 2.0/via

Am 10. Januar 2017 wurde das Unwort des Jahres bekannt gegeben. Es lautet: Volksverräter. Gähnt ihr schon? Ja, wir auch! Warum nicht mal ein wirkliches Unwort wählen, also eines das so richtig Scheiße ist, aber in gefühlt keiner Debatte im letzten Jahr fehlen durfte? Das wäre doch mal was gewesen! Wir haben deswegen einen Vorschlag für Dich, liebe Jury, warum nicht Hatespeech* wählen? Ein beschisseneres Wort hat es im letzten Jahr, mit Verlaub, nicht gegeben.

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DIESDAS

Von der Utopie zur Bausünde: Filmvorführung „Palast“ & Diskussion über den sozialen Wohnungsbau in Berlin

Vorführung des Dokumentarfilms Palast über den Sozialpalast in der Pallasstraße und Gespräch mit dem Regisseur Julian Vogel

Ein alter Mann will die Frau erobern, die seine Wohnung reinigt.
Ein Architekt wollte an das Gute im Menschen glauben.
Eine Mutter liebt ihren Sohn, auch wenn er ins Gefängnis muss.
Ein Junge teilt ein Zimmer mit seinen Eltern.
Ein Bauherr wollte leicht und schnell finanzieren.
Wo einst im Sportpalast ein Max Schmeling kämpfte und ein Goebbels den totalen Krieg forderte, steht heute eine der größten Wohnanlagen Deutschlands. Fünfhundertvierzehn Wohnungen, über zweitausend Bewohner. Modernes Wohnen. Lange als “Sozialpalast” bekannt, begleiteten Kriminalität, Vandalismus und Drogen seinen Ruf.

Viele Blicke auf einen Ort. Damals und heute, Planer und Bewohner, eine gescheiterte Utopie, eine Maschine zum Wohnen. Ein Film über Zeit und Zufall.

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Politik

Freundinnen und Freunde des Conne Islands: Ein anderer Text wäre möglich gewesen

Als “Tugendfuror” empfand Bundespräsident Joachim Gauck die letzte große Sexismus-Debatte. Der Hashtag #aufschrei hatte eine Lawine aus Tweets von Frauen über sexistische Übergriffe und Bemerkungen ausgelöst. Man war sich aber im Deutschland 2013 nicht sicher, ob die Beurteilung der Frage: Heißer Flirt oder Sexismus nicht zu sehr von persönlichen Befindlichkeiten der Frauen abhänge. Man stelle sich nur vor, Laura Himmelreich hätte George Clooney und nicht Rainer Brüderle getroffen! Ein im Nachgang der Debatte erschienener Bestseller hieß: “Dann mach doch die Bluse zu!” Ex-Familienministerin Kristina Schröder sagte dem Antisexismus den Kampf an und schrieb: „Man darf die Warnung vor der Degradierung der Frau zum Objekt männlicher Sexualität wohl getrost vor allem als raffinierte Form feministischer Herrschaftssicherung im öffentlichen Diskurs interpretieren.” Österreich war 2015 über die Frage gespalten, warum man Frauen nicht oder völlig zu Recht an den Po grabschen darf. „Wer nicht versteht, was in Deutschland Sexismus bedeutet, versteht auch nicht, warum er die Party verlassen muss”, sagt das Conne Island drei Jahre später.

Und alle so: Ja genau!

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DIESDAS

Imagekampagne für eine Bananenrepublik – Säxit only!

Sachsen hat ein Image-Problem. Gebeutelt von PEGIDA, gestraft mit einer Polizei, die sich seit Jahren durch kaum verhohlene Nähe zu Rechtsextremen hervortut und dem rechten Mob am Tag der Deutschen Einheit öffentlich “Viel Erfolg“ wünscht, mit einem Innenminister in der Regierung, der mehr Skandale überstanden hat als George Michael und einem Verfassungsschutz, der jüngst einen Brandbrief an sämtliche Schulen schickte, in dem eindringlich davor gewarnt wurde, an einer antirassistischen Schülerdemonstration teilzunehmen. Und das ist nur ein kleiner Auszug der jüngsten Ereignisse.

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Politik

Von der [Traum-]Insel in die Realität? – Kommentar zum Conne Island

Bild: Zigzagnation/Creative Commons/via

VON MARCUS ADLER

Ende der letzten Woche veröffentlichte das Conne Island ein Statement, das die Zunahme von sexuellen Übergriffen und sexistischen/homophoben Beleidigungen gegenüber FLTI* Personen auf hauseigenen Partys und Veranstaltungen fokussierte. Die Wahl des öffentlichen Mediums, mit der eine breitere Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit sexistischen und homophoben Verhaltensmustern seitens vor allem männlicher Besucher_innen in Gruppen erreicht werden sollte, schlägt seitdem in das genaue Gegenteil um. Dies ist für die gewünschte und wichtige Debatte fatal. Wenn Verzweiflung auf Resignation trifft, sind zumeist der Irrationalität sämtliche Türen geöffnet.

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